Das Spielmobil für Flüchtlingskinder im Rhein-Main-Gebiet, das Kindern das Kindsein ermöglicht

Eine Flucht aus Krisenverhältnissen führt meist dazu, dass Kindern die Mitnahme von Spielzeug aus ihrem gewohnten Alltag nicht möglich ist, stattdessen haben sie meist schlimme Erfahrungen im Gepäck und wurden viel zu früh mit dem Ernst des Lebens konfrontiert. Das Spielen an sich rückt in den Hintergrund und sie müssen viel zu früh erwachsen sein.

Die Entwicklung von Kindern wird wesentlich von Spielen bestimmt, denn beim Spielen entwickelt, übt und festigt ein Kind in den verschiedensten Entwicklungsbereichen grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse. Diese Kinder brauchen einen Ort, an dem sie wieder Kinder sein können. Das Spielmobil schafft einen solchen Ort und fährt dafür jeden Tag in eine andere Unterkunft im Rhein-Main-Gebiet. So sind wir auch schnell und flexibel, falls eine Unterkunft geschlossen wird und die Bewohner umziehen. Das Spielmobil kommt überall hin rund um die Städte Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Mainz und Hanau.

Das macht das Spielmobil:

Einsätze für Kinder – SpielMobil

Einsätze für Kinder
  • regelmäßige Besuche in Flüchtlingswohnheimen und anderen Einrichtungen
  • Einsatz auf einzelnen Veranstaltungen und organisierten Festen, z.B. Sommerfest für Flüchtlinge
  • Mitbringen von Spielmöglichkeiten verschiedener In- und Outdoorspiele für Kinder aller Altersstufen

Anlaufstelle für Erwachsene – SpielMobil

Anlaufstelle für Erwachsene
  • Willkommenheißen der erwachsenen Flüchtlinge
  • Integrierte Kaffeestation im Spielmobil für erleichterte Kontaktaufnahme und Beziehungsbau mit anderen Flüchtlingen wie auch Mitarbeitern, Nachbarn etc.

Brückenbau – SpielMobil

Brückenbau
  • Herstellung von Kontakten zu professionellen Helfersystemen: zu Ärzten, Ämtern und weiteren Organisationen, die sich den Bedürfnissen der Familien annehmen
Alle Informationen haben wir als Flyer zum Download zusammengefasst.

Fragen & Antworten zum Spielmobil:

Das Spielmobil fährt bislang zu Spieleinsätzen in Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Frankfurt. Mit Unterkünften in Hanau laufen gerade die ersten Gespräche, um schnellstmöglich auch dort zu starten. Außerdem stehen auf der Liste der interessierten Unterkünfte auch die Städte Kronberg und Oberursel. Sobald ein solides Netzwerk aus ehrenamtlichen Helfern aufgebaut ist, möchten wir somit Spieleinsätze im ganzen Rhein-Main-Gebiet durchführen.

Ja, das Spielmobil besucht die Unterkünfte in einem regelmäßigen Turnus entweder wöchentlich oder zweiwöchentlich. Aktuell arbeiten wir an einer festen Tourenplanung. Aktuell finden die Einsätze wie folgt statt:

  • Wiesbaden: Montags
  • Hanau: Dienstags
  • Frankfurt: Donnerstags
  • Mainz: Freitags

Durch den Aufbau eines soliden Netzwerks aus ehrenamtlichen Helfern und Teamleitern möchten wir schnellstmöglich dafür sorgen, dass das Spielmobil jeden Tag unterwegs ist, um Spieleinsätze mit Kindern in Flüchtlingsunterkünften durchzuführen. Diese Arbeit sehen wir als unseren Fokus an.

Konkret heißt das, feste Termine in regelmäßigem Turnus mit Einrichtungen auszumachen. Der Vorteil dieses festen Turnus ist die Kontinuität und Regelmäßigkeit, in der die Kinder den festen „Spielmobiltag“ kennenlernen, so dass für die Kinder vor Ort klar ist, wann das Spielmobil kommt. Die oben genannten Termine mit festem Turnus werden so beibehalten.

Zusätzliche zu den festen Terminen werden sporadisch je nach Stärke der ehrenamtlichen Teams auch Sonderevents in den Tourenplan aufgenommen, wie z.B. Sommerfeste in der Region, die speziell für Geflüchtete organisiert werden.

Fast ein Drittel derjenigen, die in Deutschland Asyl beantragen, sind Minderjährige. Für sie ist der Alltag oft besonders trist und eintönig: Sie leben oft auf engstem Raum mit ihrer Familie und haben wenig Möglichkeiten für Spiel und Bewegung.

Durch Mitmach-Möglichkeiten in Flüchtlingsunterkünften wird dieser eintönige Alltag aufgelockert. Gemeinsam verbrachte Freizeit schafft Vertrauen und ermöglicht soziale Kontakte sowie persönliche Beziehungen, die einen positiven Verlauf der Integration begünstigen. Begegnung ist Türöffner und baut Vorurteile ab. Hier greift das Spielmobil als mobiles Angebot, das in verschiedensten Unterkünften andocken kann und Kinder aller Altersgruppen zum Spielen zusammenbringt. Die Mitarbeiter und Helfer des Spielmobils schenken den Flüchtlingskindern Aufmerksamkeit, um ihnen ein Einleben trotz Sprach- und Kulturbarriere zu ermöglichen. Während der Spieleinsätze kommunizieren die Kinder untereinander und mit den Helfern des Spielmobils in unterschiedlichen Sprachen und lernen dabei, Berührungsängste im Alltag abzubauen.

Gerade Kinder, die aus Krisenverhältnissen flüchten mussten, haben statt Spielsachen meist eher schlimme Erfahrungen im Gepäck und wurden viel zu früh mit dem Ernst des Lebens konfrontiert. Diese Kinder brauchen einen Ort, an dem sie wieder Kinder sein können. Diesen Ort möchte das Spielmobil zu den Kindern bringen. Denn Spielen ist die beste Förderung für die motorischen Fähigkeiten, die Denkfähigkeit und die Kreativität der Kinder ist. Unbeschwertes Spielen erleichtert Kindern das Verarbeiten traumatischer Erlebnisse und bringt ein Stück Normalität in den Alltag.

Im spielerischen Bereich setzt das Spielmobil daher auf Spiele wie Großgruppenspiele, Kommunikations-, Kooperations-, Wahrnehmungs- und Bewegungsspiele, Spiele aus der Erlebnispädagogik, Antiaggressionsspiele und Gesellschaftsspiele, die durch das umfangreiche Angebot an unterschiedlichen Spielgeräten möglich sind. Dabei legt das Spielmobil Wert auf Partizipation: beim freien Spielen können die Kinder eigene Ideen entwickeln und umsetzen. Darüber hinaus stehen Bastel-, Kunst- und Werkangebote auf dem Programm, in denen die Kinder ihre individuelle Kreativität entdecken können. Durch gemeinsamen Sport und Spiel wird die Teamfähigkeit der Kinder gefördert und das gegenseitige Miteinander gestärkt.

Auch für die Eltern und Nachbarn schafft das Spielmobil Begegnungsräume im Alltag. Das Spielmobil bringt eine eigene Kaffee- und Teestation mit, so dass die Eltern die Möglichkeit haben, in der Nähe der Kinder zu sein und untereinander Kontakt zu schließen. Das Spielmobil möchte ein Zeichen setzen und auch die erwachsenen Flüchtlinge willkommen heißen. Die Kaffee-/Teestation im Spielmobil erleichtert die Kontaktaufnahme und bestärkt den Beziehungsaufbau mit und unter den Flüchtlingen. Das Spielmobil möchte damit auch eine wichtige Brückenfunktion einnehmen und auch die Herstellung von Kontakten zu professionellen Helfersystemen ermöglichen.

Nur so kann Integration von Anfang an gelingen – mit einer langfristigen Perspektive, die über die Phase der Akuthilfe hinaus denkt. Begegnungsräume wie die, die das Spielmobil für Kinder und erwachsene Geflüchtete schafft, sind ein wirkungsvoller Schritt auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.

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